Ratten werden in Wohngebieten, Gärten und öffentlichen Bereichen zunehmend zum Thema. Auch in Niedersachsen berichten einzelne Gemeinden von vermehrten Rattenmeldungen. Besonders dort, wo ausreichend Nahrung, Wasser und geschützte Rückzugsorte vorhanden sind, finden die Nagetiere günstige Lebensbedingungen.
Auch die regionale Presse beschäftigt sich mit dem Thema Rattenvorkommen. In einem Zeitungsbericht vom August 2026 über die Situation in der Gemeinde Apen erläutert Jürgen Plümper von PL-SBS seine Erfahrungen aus der professionellen Schädlingsbekämpfung.
Dabei geht er insbesondere auf milde Winter und leicht zugängliche Nahrungsquellen ein. Diese Faktoren können die Ansiedlung und Vermehrung von Ratten begünstigen. Seine Beobachtungen zeigen, wie wichtig es ist, mögliche Ursachen eines Rattenbefalls frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Ratten sind äußerst anpassungsfähige Nagetiere, die sowohl in Städten als auch in ländlichen Regionen geeignete Lebensbedingungen vorfinden. Sie benötigen vor allem Nahrung, Wasser und geschützte Aufenthaltsorte.
Mildere Winter können dazu beitragen, dass mehr Tiere die kalte Jahreszeit überstehen. Gleichzeitig bieten leicht zugängliche Nahrungsquellen günstige Bedingungen für ihre Vermehrung.
Die zunehmenden Meldungen aus einzelnen Gemeinden lassen allerdings nicht automatisch darauf schließen, dass die Rattenpopulation in ganz Niedersachsen nachweislich gestiegen ist. Sie zeigen jedoch, dass Rattenvorkommen in betroffenen Regionen verstärkt wahrgenommen werden.
Ein wichtiger Faktor ist das Nahrungsangebot in der Nähe menschlicher Siedlungen. Ratten nutzen verschiedene Nahrungsquellen, die ihnen auf Grundstücken und in Wohngebieten zur Verfügung stehen.
Neben Nahrung spielen auch geeignete Rückzugsorte eine Rolle. Geschützte Bereiche unter Schuppen, Hohlräume und dicht bewachsene Grundstücksbereiche können Ratten Versteckmöglichkeiten bieten.
Finden die Tiere dauerhaft Nahrung, Wasser und geeignete Aufenthaltsorte, kann dies ihre Ansiedlung begünstigen.
Da Ratten überwiegend in der Dämmerung und nachts aktiv sind, bleibt ein Befall häufig zunächst unbemerkt. Oft werden zunächst Spuren entdeckt, bevor die Tiere selbst zu sehen sind.
Typische Anzeichen eines möglichen Rattenbefalls sind:
Einzelne Spuren erlauben nicht immer eine zuverlässige Einschätzung der Befallsstärke. Werden mehrere Anzeichen festgestellt oder regelmäßig Ratten beobachtet, ist eine fachliche Beurteilung sinnvoll.
Werden Ratten im Garten beobachtet, sollten zunächst mögliche Nahrungsquellen und Aufenthaltsorte überprüft werden. Besonders wichtig ist es, Bedingungen zu erkennen, die den Tieren einen dauerhaften Aufenthalt ermöglichen.
Offen gelagertes Tierfutter, Lebensmittelabfälle und heruntergefallenes Vogelfutter sollten möglichst entfernt werden. Müllbehälter sollten geschlossen bleiben. Auch mögliche Zugänge zu Gebäuden sollten kontrolliert werden.
Von einer eigenmächtigen und unsachgemäßen Anwendung von Rattengift ist abzuraten. Rodentizide können bei falscher Verwendung Menschen, Haustiere und andere Tiere gefährden. Bei ihrem Einsatz sind die geltenden Zulassungs- und Anwendungsvorgaben zu beachten.
Treten Ratten wiederholt auf oder werden eindeutige Befallsspuren festgestellt, sollte die Situation fachgerecht untersucht werden.
Ratten können Krankheitserreger übertragen und Lebensmittel sowie Oberflächen durch Kot und Urin verunreinigen. Besonders in Küchen, Vorratsräumen und lebensmittelverarbeitenden Betrieben können dadurch hygienische Probleme entstehen.
Darüber hinaus können Ratten durch ihre Nagetätigkeit Schäden an Gebäuden und technischen Anlagen verursachen. Betroffen sein können unter anderem elektrische Leitungen, Dämmmaterialien und andere Gebäudebestandteile.
Ein bestätigter Rattenbefall sollte deshalb ernst genommen werden, insbesondere wenn Wohnräume, Lebensmittelbereiche oder gewerbliche Einrichtungen betroffen sind.
Vorbeugende Maßnahmen können dazu beitragen, Grundstücke und Gebäude für Ratten weniger attraktiv zu machen. Entscheidend ist, mögliche Nahrungsquellen zu reduzieren und geeignete Zugangs- und Rückzugsmöglichkeiten einzuschränken.
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören:
Diese Maßnahmen können das Risiko eines Rattenbefalls reduzieren. Ein vollständiger Schutz vor einer Ansiedlung lässt sich jedoch nicht in jedem Fall gewährleisten.
Nicht unbedingt. Eine einzelne Sichtung bedeutet nicht zwangsläufig, dass sich Ratten dauerhaft auf dem Grundstück angesiedelt haben. Wiederholte Sichtungen oder zusätzliche Befallsspuren sollten jedoch genauer untersucht werden.
Ratten sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, können jedoch auch tagsüber beobachtet werden. Eine Sichtung am Tag lässt allein keine zuverlässigen Rückschlüsse auf die Größe eines Befalls zu.
Ja. Ratten können vorhandene Öffnungen und bauliche Schwachstellen nutzen, um in Gebäude einzudringen. Deshalb sollten mögliche Zugänge, beispielsweise im Bereich von Leitungsdurchführungen, Türen und anderen Gebäudeöffnungen, überprüft und bei Bedarf fachgerecht gesichert werden.
Wenn Ratten wiederholt auftreten, eindeutige Befallsspuren vorhanden sind oder hygienisch sensible Bereiche betroffen sind, ist eine professionelle Einschätzung empfehlenswert.
Werden auf einem Grundstück, in einem Wohngebäude oder in einem gewerblichen Betrieb Ratten oder typische Befallsspuren festgestellt, sollte die Situation frühzeitig fachgerecht beurteilt werden.
PL-SBS unterstützt Privatkunden und Unternehmen bei der professionellen Nagetierbekämpfung sowie bei der Auswahl geeigneter Vorbeugungsmaßnahmen.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Nagetierbekämpfung .